Der Held vom Erdbeerfeld und der graue Hund.Oder die Geschichte von gudda frutt.
Alter, das muss man mal sagen.
Alles mal von Anfang, wie immer.
Am Montag beschlossen wir, endlich mal raus aus Brisbane und Richtung Arbeit.
Der Keksmann hatte uns schon tagelang vertroestet, also kamen wir auf die Idee, bei nem Erdbeerfarmer anzurufen, dessen Nummer wir von einem Kerl vom Campingplatz hatten.
Nachdem wir ihn am Telefon irgendwie gar nicht verstanden hatten (irgendnen Inderakzent oder so), haben wir dann irgendwann auch rausgefunden, wo uns der Mann hinhaben wollte & wir haben uns auf den Weg nach Caboolture gemacht, kleines Staedtchen ein paar km noerdlich.
Nach einer tollen Nacht im Auto hat Ina also Maha angerufen. Er wollte erst nicht kommen, weil er meinte, wir waeren zu spaet, obwohl wir gar keine Zeit abgemacht hatten. Ok. Er hatte sich dann doch ueberwunden und wir warteten am Bahnhof.
Bald kam er dann auch. Mitte 40, Araber und ja. Araber.
Er fuhr dann vor, um uns den Weg zur Farm zu zeigen. Er fuhr nicht, er preschte. Wir kamen uns vor, als wuerden wir hinter Fr. Reimer-Niessen hinterfahren, heisser Reifen.
Wir kamen um 10 an, stiegen aus dem Auto und Maha drueckte uns eine Nummer in die Hand. Kein Gespraech, keine Absprache, kein Gerede ueber Geld, ab aufs Feld (was ein Reim).
Das Erdbeerfeld war riesig. Wenn ich mich mit Einheiten und Groessen schaetzen auskennen wuerde, haett ich hier jetzt was dazu gesagt.
Auf dem Feld waren ca noch 20 andere Pfluecker, alle in einem kleinen Erntebike. Hoert sich toll an, ist es aber nicht. Es ist ein riesiges Dreirad, 2 Raeder in einer Reihe, das andere daneben, was durch ein Gestell verbunden wird, wo die Koerbe draufkommen. Kleiner Sitz, Knie im Gesicht ca.
Ohne trinken ernteten wir dann Erdbeeren. Aber erst nachdem uns Maha 15 Minuten eingewiesen hatte, ungefaehr so:
Maha nimmt Erdbeere: "Ah, gudda frutt. You see, gudda shape. Gudd."
..andere Erdbeere: "Ah, you see, no gudda frutt. Rubbish.. no gudda shape. No gudda shape, no gudda colour, drop it to the grrround, drop it to the grrround. Rubbisch. Only gudda frutt."
Nach den restlichen lieblichen Stunden waren wir dann fertig. Mit allem, Nerven, Erdbeeren und ueberhaupt. An den Schuhen klebten matschige Erdbeeren, an den Klamotten, an den Beinen, an den Haenden (meine Finger sind bis heute nicht sauber) und den Geruch von den verwesten Fruechtchen konnte man nach nem halben kg schamausten Erdbeeren eh nicht mehr riechen.
Maha stellte uns zu unserer Freude ein kleines Haeuschen zur Verfuegung. Freudig erfreut fuhren wir zu dem besagten Domizil, endlich ein Bett, endlich Kuehlschrank, Strom und eine Kueche.
Ha, nichts war. Als wir an dem Haus ankamen, standen wir vor einer abgewrackten Kaschemme.
Aussen hui innen pfui galt dort nicht. Beides kacke naemlich, man muss es so sagen.
Vor dem Haus lag Muell, so auch in dem Haus, das Klo war.. egal. In der Waschmaschine hatte wohl jemand eine Katze gewaschen, alles kruemlig und Ekel.
Nachdem wir kurz versucht hatten, die Bruchbude zu putzen, hatten wir keine Lust mehr, versuchten Maha anzurufen (er wollte schliesslich 85$ pro Woche/Person haben!!), der nicht abnahm, und fuhren gefrustet zu Woolworths, wo wir nach dem Campingplatz fragten.
So schlugen wir unser Zeltchen auf dem nach Maha total ueberteuerten Campingplatz auf (ha, nur 10 $ pro Nacht). Zwar war der direkt am Highway ("Fuehl mich, als schlafen wir aufm Mittelstreifen auf der A1."), aber auch egal.
Am naechsten Morgen Zeug ins Auto und zur Arbeit losgefahren. Dachten wir uns.
Denn dann hatten wir mal wieder das Vergnuegen, dass unser Autolein nicht ansprung (wie auch schon der morgen zuvor, wo ein Parkplatzranger die alte Haubitze wieder zum Laufen kriegte..).
Da wir keine Zeit hatten, rief Ina wieder Maha an, der uns abholte.
Nach 10 Stunden Arbeit aufm Feld schleppten wir uns wieder nach Hause.
Wir hatten die Hoffnung, das Auto wuerde wieder anspringen. Denkste, wa.
Leider hatte ich auch noch das Licht angelassen, ich Leuchte, und die Batterie war alle. Wir baten 2 Leute um Hilfe, die den Campingplatzherrscher wiederum um Hilfe baten. Startkabel, dicker 4wJeep und auf gings. Leider sagte unser Auto immer noch nichts. Der Campingplatz man bot uns an, einen MechanikerFreund anzurufen, der am naechsten Morgen nach dem Auto schaute und wir uebergaben die Schluessel so lang ihm.
Am Abend folgte gleich mal ein Krisengespraech, schon wieder 500$ oder was.
Der folgende Feldtag verlief wie immer, also kacke. Waehrend neben uns asiatische Erntemaschinen vorbeipesten, Ina begruendete es immer damit, dass sie ja auch mit der Reisernte aufgewachsen sind :), resignierten wir lieber und bewarfen uns am Ende lieber mit Erdbeeren :D. Denn wuerde wenigst alles, was man erntete, bezahlt. Da allerdings die Aussies nur Erdbeeren aus dem Bilderbuch essen, wurde gleich eine ganze Erntekiste in den Muell geworfen, wenn auch nur 2 Erdbeeren nicht gut aussahen.
Wir beschlossen, den naechsten Tag nicht mehr zu kommen.
Gesagt getan, wir erfuhren unseren Tageslohn, ca 12 $ pro TAG! :D
Auf dem Campingplatz erwartete uns schon der Campingmann, die Reperatur kostete zum Glueck nur 55$.
Trotzdem, nach langem Ueberlegen, haben wir uns dazu entschieden, das Auto zu verkaufen, nach Cairns zu fliegen und mit dem Greyhoundbus nach unten zu tingeln. Mehr Leute, weniger Sorgen und fast billiger.
Also sind wir jetzt wieder in Brisbane, erstmal fuer eine Woche, weil der Campingplatz spaeter ausgebucht ist.
Ich hab jetzt keine Lust mehr, zu schreiben :D.. Guckt bei Ina, ha.
Ich frag jetzt den PeterPanHasen, ob er mir Music auf meinen mp3player von seinem Laptop packt, weil ich kann von Babs nichts draufpacken :(..
Am Ende noch eine PunkerTaube fuer Hissi und ein GeburtstagsWallabie fuer Naddi :).. (Wir waren im Nationalpark und haben kleine putzige Viechers gesehen, huiuiui..)

Alles mal von Anfang, wie immer.
Am Montag beschlossen wir, endlich mal raus aus Brisbane und Richtung Arbeit.
Der Keksmann hatte uns schon tagelang vertroestet, also kamen wir auf die Idee, bei nem Erdbeerfarmer anzurufen, dessen Nummer wir von einem Kerl vom Campingplatz hatten.
Nachdem wir ihn am Telefon irgendwie gar nicht verstanden hatten (irgendnen Inderakzent oder so), haben wir dann irgendwann auch rausgefunden, wo uns der Mann hinhaben wollte & wir haben uns auf den Weg nach Caboolture gemacht, kleines Staedtchen ein paar km noerdlich.
Nach einer tollen Nacht im Auto hat Ina also Maha angerufen. Er wollte erst nicht kommen, weil er meinte, wir waeren zu spaet, obwohl wir gar keine Zeit abgemacht hatten. Ok. Er hatte sich dann doch ueberwunden und wir warteten am Bahnhof.
Bald kam er dann auch. Mitte 40, Araber und ja. Araber.
Er fuhr dann vor, um uns den Weg zur Farm zu zeigen. Er fuhr nicht, er preschte. Wir kamen uns vor, als wuerden wir hinter Fr. Reimer-Niessen hinterfahren, heisser Reifen.
Wir kamen um 10 an, stiegen aus dem Auto und Maha drueckte uns eine Nummer in die Hand. Kein Gespraech, keine Absprache, kein Gerede ueber Geld, ab aufs Feld (was ein Reim).
Das Erdbeerfeld war riesig. Wenn ich mich mit Einheiten und Groessen schaetzen auskennen wuerde, haett ich hier jetzt was dazu gesagt.
Auf dem Feld waren ca noch 20 andere Pfluecker, alle in einem kleinen Erntebike. Hoert sich toll an, ist es aber nicht. Es ist ein riesiges Dreirad, 2 Raeder in einer Reihe, das andere daneben, was durch ein Gestell verbunden wird, wo die Koerbe draufkommen. Kleiner Sitz, Knie im Gesicht ca.
Ohne trinken ernteten wir dann Erdbeeren. Aber erst nachdem uns Maha 15 Minuten eingewiesen hatte, ungefaehr so:
Maha nimmt Erdbeere: "Ah, gudda frutt. You see, gudda shape. Gudd."
..andere Erdbeere: "Ah, you see, no gudda frutt. Rubbish.. no gudda shape. No gudda shape, no gudda colour, drop it to the grrround, drop it to the grrround. Rubbisch. Only gudda frutt."
Nach den restlichen lieblichen Stunden waren wir dann fertig. Mit allem, Nerven, Erdbeeren und ueberhaupt. An den Schuhen klebten matschige Erdbeeren, an den Klamotten, an den Beinen, an den Haenden (meine Finger sind bis heute nicht sauber) und den Geruch von den verwesten Fruechtchen konnte man nach nem halben kg schamausten Erdbeeren eh nicht mehr riechen.
Maha stellte uns zu unserer Freude ein kleines Haeuschen zur Verfuegung. Freudig erfreut fuhren wir zu dem besagten Domizil, endlich ein Bett, endlich Kuehlschrank, Strom und eine Kueche.
Ha, nichts war. Als wir an dem Haus ankamen, standen wir vor einer abgewrackten Kaschemme.
Aussen hui innen pfui galt dort nicht. Beides kacke naemlich, man muss es so sagen.
Vor dem Haus lag Muell, so auch in dem Haus, das Klo war.. egal. In der Waschmaschine hatte wohl jemand eine Katze gewaschen, alles kruemlig und Ekel.
Nachdem wir kurz versucht hatten, die Bruchbude zu putzen, hatten wir keine Lust mehr, versuchten Maha anzurufen (er wollte schliesslich 85$ pro Woche/Person haben!!), der nicht abnahm, und fuhren gefrustet zu Woolworths, wo wir nach dem Campingplatz fragten.
So schlugen wir unser Zeltchen auf dem nach Maha total ueberteuerten Campingplatz auf (ha, nur 10 $ pro Nacht). Zwar war der direkt am Highway ("Fuehl mich, als schlafen wir aufm Mittelstreifen auf der A1."), aber auch egal.
Am naechsten Morgen Zeug ins Auto und zur Arbeit losgefahren. Dachten wir uns.
Denn dann hatten wir mal wieder das Vergnuegen, dass unser Autolein nicht ansprung (wie auch schon der morgen zuvor, wo ein Parkplatzranger die alte Haubitze wieder zum Laufen kriegte..).
Da wir keine Zeit hatten, rief Ina wieder Maha an, der uns abholte.
Nach 10 Stunden Arbeit aufm Feld schleppten wir uns wieder nach Hause.
Wir hatten die Hoffnung, das Auto wuerde wieder anspringen. Denkste, wa.
Leider hatte ich auch noch das Licht angelassen, ich Leuchte, und die Batterie war alle. Wir baten 2 Leute um Hilfe, die den Campingplatzherrscher wiederum um Hilfe baten. Startkabel, dicker 4wJeep und auf gings. Leider sagte unser Auto immer noch nichts. Der Campingplatz man bot uns an, einen MechanikerFreund anzurufen, der am naechsten Morgen nach dem Auto schaute und wir uebergaben die Schluessel so lang ihm.
Am Abend folgte gleich mal ein Krisengespraech, schon wieder 500$ oder was.
Der folgende Feldtag verlief wie immer, also kacke. Waehrend neben uns asiatische Erntemaschinen vorbeipesten, Ina begruendete es immer damit, dass sie ja auch mit der Reisernte aufgewachsen sind :), resignierten wir lieber und bewarfen uns am Ende lieber mit Erdbeeren :D. Denn wuerde wenigst alles, was man erntete, bezahlt. Da allerdings die Aussies nur Erdbeeren aus dem Bilderbuch essen, wurde gleich eine ganze Erntekiste in den Muell geworfen, wenn auch nur 2 Erdbeeren nicht gut aussahen.
Wir beschlossen, den naechsten Tag nicht mehr zu kommen.
Gesagt getan, wir erfuhren unseren Tageslohn, ca 12 $ pro TAG! :D
Auf dem Campingplatz erwartete uns schon der Campingmann, die Reperatur kostete zum Glueck nur 55$.
Trotzdem, nach langem Ueberlegen, haben wir uns dazu entschieden, das Auto zu verkaufen, nach Cairns zu fliegen und mit dem Greyhoundbus nach unten zu tingeln. Mehr Leute, weniger Sorgen und fast billiger.
Also sind wir jetzt wieder in Brisbane, erstmal fuer eine Woche, weil der Campingplatz spaeter ausgebucht ist.
Ich hab jetzt keine Lust mehr, zu schreiben :D.. Guckt bei Ina, ha.
Ich frag jetzt den PeterPanHasen, ob er mir Music auf meinen mp3player von seinem Laptop packt, weil ich kann von Babs nichts draufpacken :(..
Am Ende noch eine PunkerTaube fuer Hissi und ein GeburtstagsWallabie fuer Naddi :).. (Wir waren im Nationalpark und haben kleine putzige Viechers gesehen, huiuiui..)

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