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Freitag, 28. Dezember 2007
Weihnachten ist vollbracht. Es war ganz nett, aber nicht wirklich weihnachtlich. Am Mittwoch musste ich auch schon wieder arbeiten & Donnerstag war ein Tag voller Sensationen, jedenfalls auf der Arbeit. Die bank nebenan, und ich meine wirklich nebenan, wurde ueberfallen, waehrend ich in der Kueche stand! Scheisse, dann ist sowas mal nebenan und dann seh ich nichtmal den Bankraeuber.. Ein paar Stunden spaeter stand irgendein Betrunkener vor der Tuer oder eher er hing. Und hat gekotzt und geraucht und gegroehlt und gekotzt. Dann kam die Ambulanze. Das wars auch schon wieder mit Sensationen. Montag ist es also soweit, Silvester in Sydney, wuhu! Ina kaempft immer noch um einen freien Tag, denn spaetestens um 3 sollte man an der Oper sein um einen guten Platz oder ueberhaupt einen Platz zu bekommen, wurde uns gesagt. Aber, hm, Silvester, neues Jahr, ist es da nicht mal Zeit fuer einen kleinen Rueckblick? Ja, doch. Ein Rueckblick auf mein letztes Jahr. Wenn ich ans letzte Jahr denke, dann denk ich mir, dass das ganze schon ziemlich grandios war. Abi gemacht: Mitm Auto zur Schule gefahren, alle rumstehen gesehen, Aufregung, Panik, ah! In der Aula gesessen, geschrieben, gechillt. Sich irgendwie bisschen cool gefuehlt, nach Hause fahren, mit Larissa vor einem im Auto, rumspacken und sich irgendwann denken: Oh, grad Abi geschrieben. Muendliche Pruefung glanzvoll hinlegen: Rumstehen, rumschreiben, rumstammeln und sich kurz ueberlegen, ob man nicht fix aus dem Fenster springt, aus dem 2. Stock. Danach nach unten rennen, bisschen rumheulen, denken, "Scheisse", einen gehoerigen Schluck Wodka von Larissa und ein Eis von Ina kriegen und mit gehoerigen 2 Punkten nach Hause fahren. Feiern, weil Abi oder auch nicht, und zwar in Bulgarien auf Abifahrt: Kekse essen, Alkohol trinken, nachts in den Pool springen und chillen. Gute Sache. Spaeter weiter feiern im Kleidchen auf dem Abiball. Auch ne gute Sache, leider schon zu frueh um gewesen. Und mir bleibt immer Frau Reimer-Niessen + Mann in Erinnerung, wie sie ihre Hueftchen zu 'Put your hands up' geschwungen haben. Und schon wieder weitergefeiert: Auf unserer Auslaenderparty. Wieder mit feuchtfroehlich, aber auch mit einigen Traenchen, denn Mona sollte uns schon bald verlassen, adieu Freundin :(. Und so schwanden sie alle dahin. Mona, ein bitterer Abschied von Larissa, auch Jonas flog davon und dann verwirklichten wir auch schon die Idee, die Ina und mir irgendwann mal spontan kam, per icq. Ina: "Ach Anksch, faehrst Du jetzt mit Kurt nach Australien? Wenn nicht, ich wuerde mitkommen." Anksch: "Wirklich? Cool! Oke." So ungefaher war es wohl. Bis zum Abflug war es aber erstmal ein laanger Weg. Nicht nur weg-technisch, nein, auch Eltern-technisch :). Nach einigen Diskussionen und Organisationssachen standen wir dann am Bahnhof. Schrecklicher Abschied von den Eltern, zu kurze Zugfahrt mit Babs & Kurt und wieder ein schrecklicher Abschied, diesmal von Kurt und Babs. Dann waren wir auch schon auf uns gestellt, und das fuer die naechsten Monate. So sass ich dann neben Ina, auf einer Bank im Hamburger Flughafen und realisierte nichts, wirklich nichts. Dann ging alles ganz schnell: Dubai, Singapor, Sydney, fast 4 Monate Australien, und jetzt hier sitzen in Global Gossip auf der Pitt Street, an Computer 16. Wir haben schon viel erlebt, viel gelernt und noch mehr Momente zum erinnern und merken gemerkt. Es faengt an mit Kurt, die mit Babs hinter der sich schliessenden Bustuer in Hamburg steht (sowieso der Abschied), geht weiter mit wildem Dubai, das erste Mal Oper sehen, das erste Kaenguru, mit unserm Auto ueber die Highways Australien brettern und dazu Ina, die mit ihrem Vater telefoniert:"Papa, Anksch faehrt hier mit 200kmh lang" :D, Auszug und Einzug, neue Umgebung, neue Arbeit, neue Menschen. Feiern in australisch, verrueckte Leute, dazu auch Ina, und sowieso die vielen kleinen Momente, zum Beispiel mit den Rolling Stones und Matchbox Twenty der Oper entgegen gehen.Und endet wohl erst, wenn ich wieder zu Haus bin, in meinem Bett, mit Krabbi unterm Kopf und einem guten Stueck Schokotorte. Leben in Sydney ist im Moment zum alltaeglich geworden, ueber die Harbour Bridge fahren und Leute an der Oper stehen sehen, die Fotos machen. Nur manchmal wacht man dann fuer eine Sekunde auf und denkt sich: "Wau, Du bist in Sydney. Du bist in Australien. Ganz allein, nur mit Ina. Und wenn irgendwer meine Mutter auf der Strasse fragt, 'He, was macht eigentlich Ihre Tochter?', dann sagt sie nur locker, 'Ach, die ist in Australien'.", bis die Sekunde wieder vorbei ist, weil man aus dem Zug steigen muss. Neben den jaehrlichen Vorsaetzen kommt allerdings noch einer dazu, den ich sicher nicht zuletzt Australien zu verdanken hab, denn man lernt hier die wichtigen Sachen erst zu schaetzen. Wenn ich wieder zu Haus bin, werd ich viel mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Nicht nur aneinander herleben (obwohl ich das von meiner Familie auch nicht gerade sagen kann), aber die Zeit intensiver nutzen, denn meine Familie ist wichtig und toll! Genauso wie meine Freunde. (Gerade denk ich an.. mir fehlt das bei Babs rumliegen und nichts tun, manchmal nicht mal miteinander reden, sondern einfach nur beieinander sein, und all die kleinen Momente.) Eigentlich komisch, das einem sowas vorher nicht auffaellt. In diesem schnulzigen Sinne :), wuensch ich allen einen wunderbaren Rutsch, ein frohes und gesundes neues Jahr mit vielen schoenen kleinen und grossen Momenten und ein happy new year. Wir werden es fast als erste einlaeuten, ha! :) P.S.: Kurt, haett ich Geld fuer den Besen.. aber kotzen koennt ich einrichten :D!
Samstag, 22. Dezember 2007
Im Zug sitzen, am 23.12, und "I'm dreaming of a white christmas" hoeren ist nicht verwunderlich. Ausser man ist in Australien, dann ist es sogar mehr als das. Fast schon lachhaft, nicht nur fast. Waehrend Sydney also an mir vorbeifahert, in strahlendem Sonnenschein und gefuehlten 28 Grad, sitz ich allein im Abteil und muss lachen. Irgendwie alles seltsam und komisch und anders. Schnee ist Meilen entfernt und so wahrscheinlich wie eine Ina-schnarchfreie Nacht, alles andere ist sogar mehr als Meilen entfernt, meine Liebsten, Familie, Freunde, und Ina und ich allein in einem fremden Kontinent. Doch, irgendwie seltsam und komisch und anders. Und ich fuehle mich wie in einem Til Schweiger-Film, in dem grad die Szene ablaeuft, wo die Kamera von der Nahaufnahme immer weiter wegzoomt, und weiter und weiter.. und weiter. So ist es also. Das erste Mal kein gewohntes Weihnachten, kein dickes Essen bei Oma & Oma, keine Kaelte, kein Geschenkewuerfeln, kein RaCHCHCHCHCHCHCHCHlette und einfach kein Weihnachtsfeeling, als haette man Weihnachten einmal uebersprungen im Jahr. Die Australier natuerlich finden ihr Weihnachten natuerlich weihnachtlich, kennen es ja nicht anders, die Aussis. Ina und ich machen uns morgen einen schoenen Tag in Weihnachtsaustralisch. Vielleicht am Strand liegen, draussen was essen zu runtergeladener Weihnachtsmusike und Weihnachten mal so richtig feiern gehn! Ja doch, da freu ich mich drauf. Trotzdem werd ich an zu Hause denken, an das Weihnachten, wie ich es gewohnt bin. Und ich wuensche allen allen allen ein paar wundervolle Tage, geniesst sie und Weihnachten, schrotet was das Zeug haelt und lasst es Euch gut gehn! .. danke natuerlich fuer die Karten und Briefe, ich hab mich sehr sehr gefreut :)! Also, merry Christmas :* Ach, und ein kleiner Kalauer am Ende: Ina gestern: Kannst Du mir was von Coles mitbringen? (Betonung: was) Ich: Klar. Ich kleines Guerkchen denke natuerlich, sie will n Wasser oder Muesli oder so. HA!, geschnitten, liebe Gesellschaft. Denn, SMS von Ina Aussi, 23.12.2007, 15:25:42: "Kannst du mir muesli von sani, 3liter milch, 4nektarinen, 1banane, ananas in fruchtsaft von coles, grosser jogurt mango, apfelsaft, 1 wasser und o-saft fuer sekt mitbringen?Danki maus :-*" Ich glaubs hackt, da hat es sich mal ausgemaust, alter Azthek.
Dienstag, 18. Dezember 2007
Zarter Gestank in meine Nuestern steigt, Im Becken sich ein Auge zum Fett rueberneigt - Kueche.
Samstag, 15. Dezember 2007
ein Land, auf dessen Fusswegen ein toter Papagei liegt & keine wundert sich oder sagt, "Oh, schade, er ist tot.", denn es gibt so viele davon. Auf dem Weg zur Arbeit also sah ich das kleine Tierchen liegen. Er war wirklich ganz huebsch, gruen und blau und gelb und rot und tot. Erst dachte ich, "Oh, schade, er ist tot. Wie traurig.", dann allerdings musste ich lachen, weil wo sieht man schon freilebende Papageien und dann auch noch tote? Auf der Arbeit war mit dem Spass auch schon vorbei, denn es ist Vorweihnachtszeit, sogar schon fast Weihnachten und das heisst Weihnachtsfeiern. Und Weihnachtsfeiern heissen viele Leute. Also essen. Also Teller. Also Arbeit. Wenigstens kann man schon fast ein bisschen von Abwechslung sprechen. Denn ich spuele nicht nur noch mehr Teller, ich kann auch schon Brotbestellungen fertigmachen, meine Karriere steigt steil, ja, man kann sagen senkrecht, an. Die vielen Menschen sind meist auch viel betrunken. Deswegen lief ich am Donnerstag 20x mit Raumspray in der Frauen-Toilette auf und ab um den Kotz-Geruch zu eliminieren. Volle Droehnung Jasmin und Lavender. Zu Hause angekommen, und ich kann froh sein, dass ich ueberhaupt angekommen bin, dank Trackwork, dann die naechste Herausforderung. Ina und ich hatten einen Gast. Er war 2m gross und braun und sass auf Inas Bettpfosten, eine Kakerlake. Wir brachen kurzzeitig in Panik aus, ich auch laenger, bis Ina wieder zu Sinnen kam und entschlossen sagte: "Wir fangen sie. Mit dem Staubsauger." Oke. Gute Idee. Sie holte also den Staubsauger, ich sollte solang den Mutant im Auge behalten. Mit einem sicheren Abstand von gut 2,5m hatte ich den Feind fixiert. Der Feind mich allerdings auch. Denn die zarte, auf 5kg geschaetzte Kakerlake versuchte tatsaechlich mich anzuspringen. Mit einem Hechtsprung meinerseits schreckte ich zurueck und ein kurzer, aber dennoch stahl-Tuer-durchdringender Schrei schallte durchs Haus. Es war halb 1, nachts. Ich hoerte ein leises Lachen von Ina, die kurze Zeit spaeter mit dem Staubsauger ins Zimmer kam. Die Fangversuche mit diesem gingen daneben, natuerlich. Wir ueberlegten kurz und nahmen ein Sieb aus der Kueche mit. Ina, todesmutig, fing das alte Geloet, das gerade unter meinem Bett in einem weissen irgendwas gekuschelt hatte und mal alle sechse von sich strecken wollte. Da war sie also, unter dem Sieb. Und wir davor. Mein Blick fiel auf das Raumspray. Diesmal war es nicht Jasmin und Lavender, nein, Zitrone und Limone sollte zu ihrem Tode fuehren. Als dies jedoch nach einigen Minuten noch nicht den gewollten Effekt erzielt hatte, sprach Ina die Gedanken aus, man koennte ja Haarspray auf sie spruehen und ein Feuerzeug davor halten. Gute Idee, leider hatten wir Bedenken, dass der Teppich, das Bett und all die Klamotten so feuerfest waren. Also nur Haarspray. Und tatsaechlich, sie starb. Ina warf sie vom Balkon und wir hoerten nur noch ein leises Aufprallgeraeusch, dann gingen wir schlafen. Um 1 Uhr. Eine erfreulichere Sache ist mein neuer MP3-Player. Nachdem ich meinen irgendwo verloren hatte - er reiht sich ein in die anderen Sachen, die Australien mir schon entrissen hat, mein lieber blauer Ring, mein Daumenring, 1 paar Ohrringe, meine Uhr, allerdings ist die nur kaputt, 2 Stifte, meine Kopfhoerer die auch irgendwie durchgebrochen sind und das wars. Immerhin habe ich meinen Pass noch.. :D Ich sah es als Wink des Schicksals an, ueberlegte, mir einen Ipod zu kaufen, fragte auch Lisa den alten Apple-Experten, entschied mich aber doch dagegen. Und nun hab ich ihn, mein neuer Sony Walkman NWZ-S516B in weiss und ich liebe ihn. Ich hab ihn mir zu Weihnachten geschenkt und zum Geburtstag noch neue Kopfhoerer dazu. Morgen in einer Woche ist Weihnachten und ich brauche noch was zum anziehen. Ich hab zum Glueck frei bekommen und wir zelebrieren das Fest der Liebe mit unserm ganzen Haus. Sogar einen Weihnachtsbaum haben wir, wenn auch nur aus Plastik, danke ihr Iren :)! Ich werd wohl langsam durch den Regen nach Hause jiggan und vielleicht noch Ina zu Gesicht bekommen, die sich im Moment tot arbeitet. Wenn ich nicht schon schlafe, dann. :*
Samstag, 8. Dezember 2007
Man man. Da hab ich ja lang nicht mehr geschrieben. Aber sowas muss man ja verstehen, bei so einer Karrierefrau wie mir. In der letzten Woche ist nichts spektakulaeres passiert - Ina hat gearbeitet, ich auch. Ich hatte tolles Parfum in meinem Adventskalender, einen Lutscher, ein Bounty, ein Mars, ein Fliegespiel und ein kleinen Loewenbaerchen vom Nikolaus :). Und Schokolade. Den Nikolaus hab ich mir ausserdem selbst gemacht, weil ich mir dachte, dass Ina es sowieso vergessen wuerde und dann staende ich da, vorm leeren Schuh. So war es natuerlich auch, nur dass ich keinen leeren Schuh hatte. Hab trotzdem ueberrascht getan, damit das Feeling da ist. Meine Fuegos waren leider nicht so erfolgreich, wie sie (und ich) es sich (und mir) gewuenscht haben, es war aber trotzdem schoen, mal wieder alle zu hoeren. Auch wenn es einer der schlimmsten Abende der letzten Monate fuer mich war. Nicht weil ich bis um halb5 aufblieb und den naechsten Tag arbeiten musste, sondern weil ich einfach nichts tun konnte, hach. Wir hatten uns also den Laptop von David ausgeliehen. An einem Abend bekam ich eine sms von Ina, ich war noch auf der Arbeit, sie haette Badman begins auf dem Laptop entdeckt, was allerdings nicht ganz nach Badman aussehen wuerde. Als ich einige Zeit spaeter zu Hause war, schmiss Ina das Filmchen an. Ein Porno. Hallodri hey, da merkt man, das es ein Maenner-Laptop war (tagsdavor fand ich einige tolle Filmchen vom Alex, tztz ;)). Und so wie Ina und ich nunmal sind, machten wir es uns gemuetlich, lagen im Bettchen mit unserer Teddybettwaesche, hatten die Weihnachtsbeleuchtung an und das Licht aus und schauten uns den Porno an, eine Stunde lang. Wir analysierten Frisuren, schauspielerisches Koennen und verglichen den Beruf der Pornodarstellerin. Allein Ashley und Frank von nebenan koennten sich vielleicht etwas gewundert haben, als sie abwechselnd stoehnen und unser Lachen, vor allem Inas dezentes prusten, hoerten. Als das gute Stueck nun vorbei war, war es allerdings doch schon 2 Uhr durch, was uns darin hinderte ein weiteres Prachtexemplar anzugucken. Was fuer ein Abend! Meine restlichen Nerven wurden von der guten alten Trackwork gekitzelt. Trackwork, ja , so aehnlich wie das Zug-nicht-fahren in Deutschland, nur mit dem Unterschied, dass die Schienchen Schuld sind. Im Gegensatz zu Deutschland allerdings kann lovely trackwork einen einfach mal so ueberraschen, wie ein Links-antippen-rechts-umdrehen-Trick. Man stellt sich auf eine fast erholsame Zugfahrt ein, aber ha!, da muss man lieber noch 3 mal umsteigen, 1 mal den Zug benutzen und doppelt so lang fahren und ist erst geschlagene 2 Stunden spaeter zu Hause. Naja, ich hab ja Zeit. Jetzt erstmal zu meinem australischen Tag, denn ich hab mich einen Tag lang begleitet. Mit Kamera sogar. Hier sind die Prachtexemplare. Und ich wuensch nachtraeglich noch einen wunderbaren Nikolaustag :)! Meine eingekaufte Haehnchenbrust ist jetzt sicher schon aufgetaut, aber das macht nichts, dann gehts schneller. Heute war ich shoppen und endlich mal erfolgreich.
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