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Do you come from the land down under?

Mein kleines Australien-Töurchen.
 

Montag, 31. März 2008

Und alles nach Abel


Was gibt es eigentlich zu berichten?
Da bin ich ueberfragt, genauso, wie bei der Frage was wir eigentlich die letzten Tage gemacht haben.
Nicht, dass wir nichts gemacht haben.
Man ist nur so viel unterwegs, dass ich mir fast gar nicht mehr alles merken kann und wenn ich dann mal ueberlege, was wir so gemacht haben, komm ich mir fast vor, als wenn mein Kopf einfach auseinanderfaellt, aber nicht laut, sondern eher leise.
Jedenfalls hab ich viel gelesen in der letzten Woche. Schon 1 1/2 Buecher. Und Trampolin gesprungen sind wir auch, Ina total hysterisch-kichernd, ich eher mehr so stuntmaessig-cool, wie eigentlich immer im Leben.
Das gute Wetter hat uns auch verlassen, denn es regnet jetzt wieder mehr. Aber es wird ja auch Winter hier, oder eher vorher Herbst.
Als wir nun also von (ich kann mich leider nicht erinnern) nach Auckland fuhren um am naechsten Tag wiederum die Faehre nach Coromandel zu nehmen und dann auch noch auf der Faehre sassen, nach winzigen 5 Stunden Schlaf (eigentlich stehen wir hier meist um 5.30 auf, weil uns der Bus immer um 7/8 abholt. Oke, Ina steht schon um 5 auf:) ), sprangen kleine Delfinchen durchs Meer. Nicht, weil sie gezwungen wurden oder weil das Boot Thunfisch an sich dran hatte. Ne! Nur weil es die hier in Neuseeland gibt, einfach so, freilaufend. Schwimmend. Und das hat mich beeindruckt! :)

In Coromandel angekommen, sprangen wir die naechsten Tage einfach oft Trampolin, wobei ich immer an Jule denken musst, ich hab 2Puzzles gepuzzlet (oh Gott, wie gut sind Puzzles!), wir haben eine kleine Radtour gemacht und nach 2 Naechten fuhren wir weiter nach Whitianga, wo uns allerdings nicht viel Zeit blieb, denn am wiederum naechsten Tag fuhren wir weiter nach Auckland, wo wir heute sind.
Und von wo wir morgen nach Pahia fahren und geschlagene 3(!!) Naechte verbringen. Ich kann mein Glueck noch nicht fassen.
Die Unterkuenfte sind auch schon alle gebucht, also keine Ausgaben mehr, ausser fuer Essen.
Geld hab ich sowieso nicht mehr..

Ha, April, April. :)
Allerdings hab ich auf meinem WestpacKonto tatsaechlich nur noch 5$ fuer die naechsten 10 Tage essen. Naja, warum auch nicht :).
(Nene. Hab schon noch Geld. Mutter, atme weiter :D)

Ich bin ein Rockstar

Mittwoch, 26. März 2008

Abgesehen davon, dass ich keinen Tourbus hab (naja, Magicbus), keine heisse Reibeisenstimme (oke, das eigentlich schon) und keine Teenies (ausser Ina).
Aber 'n Rock. Haha. Tut mir Leid, der schlechte Witz musste kurz mit rein.

Abgesehen davon also aehnelt unser Leben dem eines Rockstars. Irgendwo hinfahren, sich nicht mehr ganz erinnern koennen, wo man eigentlich herkommt, weil man nur eine Nacht da war und den naechsten Morgen schon weiter. Manchmal stundenlang im Bus.

Nach dem Abel Tasman Park war Wellington unser naechstes Ziel, mit der Faehre 3 Stunden rueber zur Nordinsel.
In Wellington angekommen, das uebliche. Ein bisschen Stadt angucken, einkaufen, kurz unsere naechste Busfahrt oder auch das naechste Hostel buchen, essen, bisschen socializen und dann ab ins Bett. Was in Wellington ungelogen sicher 2 1/2m hoch war.
Mit ausschlafen ist nicht viel diese Tage, weil der Bus meist gegen 7/8 Uhr abfaehrt.
Man hat es ja auch nicht leicht.
Nach Wellington folgte Napier, die Art-Deco-Stadt ueberhaupt. Auf dem Weg machten wir Halt in einem Vogelpaerkchen, in einem Kiwihaus, wo wir sicherliche 20 Minuten vor dem Kiwigehaege warteten, um das fluffige Tierchen zu sehen. Ich hab wirklich noch nie einen lustigeren Vogel gesehen. Oh man. Er ist lustig. Und in Gedanken fang ich schon wieder an zu lachen, weil er so lustig ist.

In Napier also angekommen: Gaid arbeitete, wie immer, ein kleines Toeurchen aus, wir bummelten ein bisschen - ich habe endlich ein Buch, was ich auch lesen will, fuer gute 6$ - allerdings ohne Geld, weil das hat man ja nicht.
Irgendwo fanden wir dann einen Antiquitaetenladen. Ina: "Der Laden hat mich ja jetzt weggecrasht."
Denn dieser war voll mit Antiquitaeten, aber nicht so wie alle anderen, sondern so, dass er einen doch schon wegcrashen kann. Zwischendurch fuehlte ich mich dann wie bei Uroma im Haus, aber mitten in den 50ern. Und ich konnte mir genau vorstellen, wie sie die ganzen Kleider getragen hat. Auch wenn ich noch nicht geboren war. Aber das macht ja jetzt auch eigentlich nichts. (Ein kleiner Wink nur an das Fizzy Lizzy-Konzert in Vechelde beim Buergerhaus, das ich auch gesehen habe. Ich schwoere. :))

Und nun sind wir schon wieder auf dem Sprung (und eigentlich hab ich keine Zeit fuer Blogeintraege, aber ich will zumindest kurz was schreiben), nach Mount Manganui oder wie sich der Gute schreibt, wo wir auch nur wieder eine Nacht bleiben.

Zum Schluss noch eine kleine Aufheiterung fuer alle Daheimgebliebenen: Heute regnet es das erste mal, seit wir hier sind. Ok, es ist Nieselregen und hat schon wieder aufgehoert. Aber Aufheiterung ist Aufheiterung :).






Der Schluss nach dem Schluss:
Liebe Leser, ich loese das Quiz der letzen Ausgabe nicht auf, da ich mich von nun ab von der Verfasserin und dem Quizmaster Ina - C. Bloch auf Grund sozialer Unstimmigkeiten distanziere.
"Oh Gott. Der Mann sieht aus, als haette er keinen Kopf. Da muss ich ein Foto von machen."






Der Schluss nach dem Schluss vom Schluss: Die Antwort ist b) Muskete, nicht wie gedacht d).

Zu Besuch bei Abel

Sonntag, 23. März 2008

Als wir nach einem Tag voller Stress wegen Busumsteigen und -warten und einer ruhigen Nacht und dann noch 4 kleinen Stuendchen Buswarten am Strand (+Sonnenbrand.. oh, ich habe eine unsichtbare Hose an..) endlich im Bus sassen, war spaetestens mit einem Satz des Busfahrers die Ruhe vorbei. Unser kleiner dicker, ich nenn ihn mal Willy, Busfahrer, der sowieso schon Schbass am ins-Mikrofon-lustige-Stories-erzaehlen-und-nur-Anksch-und-Ina-und-alter-Opa-links-neben-uns-lacht hatte, sagte also seelenruhig:"Ok, Leute. Kreuzt Eure Finger fuer die naechsten 10 Minuten, weil ich da auf der anderen Strassenseite fahren muss. Sonst komm ich mit dem Bus nicht um die Berge. In diesem Jahr ist noch kein Bus einegdellt worden von irgendwelchen anderen Autos die entgegen kamen. Hoffentlich ist das nicht der erste. Haha."
Etwas nervoeser also brummten wir um die Kurven, die Ina und ich wahrscheinlich mit schleichenden 5kmh gefahren waeren, bis nach Marahau. Gluecklicherweise heile.
Dort angekommen bezogen wir unser kleines Haeuschen. Eigentlich ein Campingplatz, wir hatten allerdings das Glueck, eine kleine Huette mit Meerblick, direkt vor den Bergen, beziehen zu koennen. Mit Plumpsklo draussen, sehr stilvoll.
Leider hatten wir nur runde 50$ mit, dachten nicht daran, dass es kein Geldautomaten gibt, keinen Supermarkt und auch sonst das letzte oeffentliche Telefon fuer die naechsten Kilometer. Zum Glueck gab es Aepfel zu kaufen. Und ich hatte noch ein paar Kekse und weisse Nutella, jam!
Den naechsten Tag machten wir uns auf in ein Wassertaxichen, das uns einige Buchten entfernt nach Tonga brachte. Und so wanderten wir munter runter.
Weil wir auch ziemlich sportlich und fit sind, machten wir aus den angegebenen 8 Stunden mal locker 10 Stunden wandern. Um 15 vor 8 los, Taxi, um 9 losgewandert.
Um es mit Inas Worten zu sagen: "Oh, beauty. Am Po kratzen mal kurz."
Damit ist wirklich schon alles gesagt, einfach wunderschoen.
Ich lasse mal aus diesem Grund (oder eher weil ich keine Zeit mehr habe, dank 5$ pro Stunde!!) die Bilder sprechen und verabschiede mich mit einer Quizfrage, die mich, nach Aussage von Ina, vielleicht mal auf die 100.000 Euro bringt, wenn ich beim Guenther sitze.


Was kann man essen?
a) Stein
b) Muluske
c) Kot
d) Lava?

Zu Besuch beim Abel

PS: Morgen geht es auf zur Nordinsel, mit der Faehre ab Pickton, juhu :)!
PSnochma: Ich hoff, ich schaff es die Bilders hochzuladen. Wenn nicht, dann wann anders..

Mittwoch, 19. März 2008

Erstmal nur ein paar Fotos..

Wandern :)

Mutter ist stolz auf mich.

Montag, 17. März 2008

Neuseeland und ein bisschen Restaustralien


Ich dachte, wir wuerden einen Reisebus kriegen. Falsch gedacht, der Gedanke berichtigte sich selbst, als uns der kleine Kleinbus mit Platz fuer ca 10 Leuten entgegenfuhr.
Nach kurzer und rasanter Fahrt kamen wir an, in Hanmer Springs.
Eigentlich ein Ort fuer alte Leute. Das merkten wir aber erst spaeter.
Unser YHA-Hostel war klein und suess, nicht zu vergleichen mit den anderen Partyhosteln.
Keine halbe Stunde spaeter befanden Gaid, wie ich Ina ab jetzt nenne, und ich uns schon mitten in einer ihrer Touren.
Wandern! Waehrend wir durch die ueberraschte Hitze spazierten, war mein einziger Gedanke: "Man, Mutter waere stolz auf mich. Wandern, Luft, Natur. Und ich. Man, Mutter waere stolz auf mich.."
Die kleine Tour erwies sich am Ende doch noch als fast ansprechender, als wir einen kleinen Berg ansteigen mussten. Ich nahm des oefteren mal die kleinen Abkuerzungen, einfach irgendwelche Steine hochklettern, Ina dachte ich wuerde sterben.
Oben angelangt trafen wir ein paar nette Rentner und wir mussten mit Bedauern bemerken, dass sie fitter waren als wir. Schade.
Wieder in der "Stadt" angekommen (oh, saemtliche Cafes hatten leider ab 3 zu), goennten wir uns eine kleine Verstaerkung und huepften in die Thermalquellen.
Mehrere Pools mit verschiedenen Temparaturen, Salzen und irgendwelchen Mineralen lachten uns entgegen. Von 41Grad in den 38er gehuepft und schliesslich in den nach-Eiern-stinkenden Sulfatpool.
Ich lachte noch mit einem kleinen "ach, hoffentlich reagiert mein (Silber)Ring nicht", als ich ihn dann spaeter anguckte, nicht mehr.
Das silber war gruen und er sah aus wie ein 90erJahre-Farbverlaufring.
Inas Kommentar: "Ach, der glaenzt doch wie die Rohre im Baumarkt."
Ein schoener Tag, bis auf den Ring, ueber den ich mich echt aergerte, eher ueber meine Dummheit, ging also zu ende und einer neuer begann, als wir um 11 nach Kaikoura, wo wir nun sind, fuhren.
Mein Ring war erstaunlicherweise wieder Silber (da frage ich mich doch, warum? Selda, Jan E., beantwortet mir das? Liegt es daran, dass Zahnpasta an ihn gekommen ist? Ich hab das Bauchgefuehl, es war die Zahnpasta. Warum auch immer.), das Wetter gut und Kaikoura unglaublich schoen. Das Wasser tuerkis, das Hostel echt cool und der Hamburger in unserm Zimmer ein kleiner Schnucki.
Na, da freu ich mich doch auf die Wandertour morgen :).
Und was ist jetzt fuer eine Zeit?
Essenzeeeeeit!

Welcome in Ense.

Sonntag, 16. März 2008

Nun sind wir also hier, in New Zealand, oder auch Ense wie Ina und ich es liebevoll nennen.
Gestern Nacht nach einem kurzen Flug kamen wir gegen 0Uhr irgendwas an, die Zeitverschiebung ist naemlich nochmal 2 Stunden mehr, also nach Deutschland nu 12 Stunden.
Kurz ans Telefon geschmissen, Geld, Westpac- und Deutsche Bankkarte auf das Telefon gelegt und erfolglos versucht, die Eltern anzurufen. Danach wollten wir so fix wie moeglich ins Hostel, trafen noch einen netten Shuttlebusfahrer, den wir faelschlicherweise fuer den Fahrer eines Shuttles fuer uns hielten, allerdings nur fuer das Flughafenpersonal vorgesehen war, nahmen uns ein Taxi und fuhren Richtung Zentrum im kleinen Christchurch. Was eigentlich etwas aussieht wie Deutschland. Deutschere Strassen als in Neuseeland, deutschere Baeume und kalt.
Dann durchschoss mich ein kleiner Gedanke. Oh Gott. Portemonnaie nicht da. Kurz ueberlegt. Scheisse, aufm Telefon. Mit meiner Karte. Mutter bringt mich um! Und nichtmal mein Handy funktioniert um entweder sie oder die deutsche Bank anzurufen, weil ich kein Netz habe.
Also fix umgedreht, ich reingesprintet in den Flughafen, aber weil der Flughafen ruhiger war als die lustige Ecke, lag doch zum Glueck noch alles auf dem Telefon. Gerettet :).
Im Hostel angelangt, fand ich meinen Pass nicht mehr. Kacke, im Taxi!
Aber mein Hirnchen erlaubte sich einen kleinen Witz mit mir, denn den Pass hatte ich in meiner Hosentasche, immerhin etwas :).
Das Hostel ist wie man sich ein Hostel vorstellt. Eine Jugendherberge. Nicht wirklich mit dem Wake Up zu vergleichen, aber Kotze auf den gemeinschaftssofas hat auch seinen Charme. Ab nun totales Backpackerleben!
Nicht sooo viel Schlaf und wir spazierten schon wieder durch die Stadt, an unserem ersten und letzten Tag in Christchurch, denn morgen geht es schon wieder weiter, nach Hamner. Ina, oder auch Gaid von mir genannt, abgewandelt von dem kleinen Wort guide wie man versteht, erarbeitete eine kleine Fuehrung und so liessen wir wie immer nichts aus. Art Gallery, rein. Museum, rein. Markt, rauf. Garten, rein.
Aber so muss es auch sein.
Unseren richtig ersten Tag schlossen wir mit einem heissen Schokolaedchen ab.
Und ich muss sagen, ich mag Neuseeland jetzt schon, total.
Im Supermarkt kann man seine Sachen selbst einscannen und es gibt gratis Broetchen, aber nur fuer Kinder unter 13 Jahren.
Das ist doch genau mein Land :)!

PS. Was ich mich aber gefragt hab, wenn es ein neues Seeland gibt, gibts auch ein altes?
Kommentar von Ina: "Nein man. Du bist dumm." :D

Going to New Zealand, baby

Freitag, 14. März 2008

Oh oh oh, in knapp 3 Stunden ist es soweit - wir fahren zum Flughafen. Und 4 Stunden spaeter geht unser Flieger ins sonnige Christchurch. Scherz. Ist naemlich gar nicht sonnig da.
Nachdem wir die letzten Tage fast komplett bei Ali am travellerdesk verbracht haben (wer haette gedacht, dass ein paar Buspaesse und Outback buchen und einen Camper zu reservieren so lange dauert?..) und dabei nochmal kleine nette Rabaettchen eingestrichen haben, gratis Internet, ein paar Getraenkegutscheine UND auch noch WakeUP!unterwaesche, waren wir gestern endlich fertig mit buchen. Standen allerdings vor dem naechsten Stresstodeszeitabschnittchen: Koffer packen und Zimmer leer raeumen.
Und was sich so ansammelt in fast einem halben Jahr Newtown, eieiei, lieber Herr Gesangsverein.
Adioe Styropor-Aluminium-Geburtstags20, adioe Adventskalender, adioe adioe adioe. Ina traf es noch schlimmer, weil sie sich ja noch von wichtigen Gegenstaenden wie BritneySpearsParfumPackung, Flirtkaugummi und irgendwelchen Zeitschriften trennen musste. Tapferes Maedchen.
Heute morgen war dann endlich das letzte Fitzelchen in den Backpacks, alles von den Tischen, unsere Maenner abgehangen und auch Pias Liebesbrief, keine Fotos mehr und nur noch ein leerer Raum.
Aber, es wird auch langsam Zeit. Nach 5 Monaten in unserem Haus und 6 Monaten! in Sydney ruft ein wenig die Ferne.
Um 19.05 heben wir ab und kommen ca 3 Stunden spaeter wieder an. 2 Naechte in Christchurch bevor wir weiterreisen, per Bus diesmal und richtig backpackermaessig.

Und, in magischen 3 Stunden werd ich auch wissen, wann ich wieder zu Hause bin, denn wir buchen unsere Fluege um. Die sind naemlich noch fuer den Mai gebucht.
Aber ich werds keinem sagen :D.
Hoechstens vielleicht.

Nachtraeglich Happy Anniversary

Montag, 10. März 2008

Gestern war es soweit: Inas und mein halbjaehriges. Allerdings nur fuer Australien.
Gestern, vor 6 Monaten, am 10. September, kamen wir in Sydney an.
Ich kann mich noch genau erinnern..
Irgendwann gegen 10 Uhr kamen wir an am Sydney Flughafen. Meine Haare fettig wie in der Friteuse gehangen, muede, aber total aufgeregt und irgendwie auch verwirrt. Im Flughafen liefen wir bestimmt noch eine halbe Stunde rum mit unseren RiesenRuecksaecken, dann nahmen wir den Zug zur Central. Und der Zug war aus Eisen. Mein erster Gedanke: "Oh, das sieht ja aus wie in der Bronx.. geil."
Dann sassen wir da also, ich hatte das Gefuehl, man konnte uns ansehen, dass wir gerade erst angekommen waren und keinen Plan von nichts hatten. Hilflos irrten wir im Bahnhof rum, trafen dann irgendwann Uschi. Was fuer ein Zufall. In der Australienmetropole am fast groessten Bahnhof Uschi treffen. Die begleitete uns erstmal zum Hostel. Wo die Hilflosigkeit weiterging. Nicht dass ich nicht nur das komische Aussi-Slang-Englisch nicht verstand, ich konnte nicht mal mehr rechnen. Was will man auch erwarten mit 2 Punkten in der Endpruefung.
Und irgendwie war auch alles riesig. Das Hostel (was es in Wirklichkeit wirklich ist), die Menschen alle ziemlich cool und ueberhaupt. Bloss wir nicht. Oke, Ina schon vielleicht, sie hatte jedenfalls das Gefuehl, weil sie die Ankunft ja "sooo toll" fand. Wer weiss warum. Alter Masuchist.
An dem gleichen Tag "spazierten" wir noch durch Sydney, 5 Stunden lang.
Und nu ist Jubilaeum. 6 Monate in Australien und unglaubliche 5 Monate in Sydney. Der Platz, an dem ich am 2.meisten Zeit in meinem Leben verbracht hab.
Ich muss schon sagen, ich fuehl mich fast schon wie australisch, jedenfalls nicht mehr so touristisch. Ich versteh den alten Aussislang, dank auch an Gav meinem brisbanischen Lehrer, kenn Sydney wie mein 2. Westentaeschchen, und fuehl mich hier schon fast wie zu Hause. (ich will an dieser Stelle nicht wieder anfangen zu schnulzen.. ahrr. Schwer zu unterdruecken :( )
Samstag heisst es dann zum 2.mal adieu zum 2. zu Hause sagen..

Z.o.o. praesentiert

Donnerstag, 6. März 2008

Montagmorgen, gefuehlte 3 Uhr in der Frueh, quaelte ich mich aus dem Bett. Denn wir wollten in den Zoo fahren. Ahh, Zoo. Keine Spur mehr von Muedigkeit, weil im Zoo war ich seit Jahren nicht mehr (trotz Geschenk Frau S., Frau S., Frau S. und Frau B. :D). Und es war unser erster Familienausflug, was richtig touristisches dazu, schoen.
Nach kurzem Krams in der Stadt zu erledigen stand ich gegen 11 Uhr an der Faehre und wartete auf Ina, die auch bald kam. Am Taronga Zoo angelangt, und lockere 37$ weiter, entschieden wir uns fuer die Gondel, die uns in den Zoo fahren sollte. Oh, super, wackelnde Gondel. Zum Glueck war ich total locker und hatte keine Sekunde Angst, abzustuerzen, entweder ins Krokodilbecken zu fallen und zu sterben oder auf einem weichen kleinen Nilpferdaerschchen zu landen.
5 Minuten spaeter standen wir dann im Zoo. Ich: :)))))))))))))) Ina: Ich muss mal 'n Foto machen.
So war es wohl auch den ganzen Tag lang. Waehrend ich vor dem fluffigen Gehegen stand und mich auch von den kleinen Voegelchen begeistern liess, war Ina doch mehr die, ich sage mal, Bodenstaendige.
Mitgerissen von einem Rehchen oder kleinen Otters, die fluffigknuffigwuffigputzischnutzi in ihrem Wasserbecken rumschwammen, stand ich mindestens 5 min. vor gerade diesen, war begeistert, weil ich ja noch nie Otter oder Rehe gesehen hatte. Ich: "Ina, oh Gott, guck Dir die kleinen Otter an. Ach ui. Otter. Uihuiuiui. Ui. Er schwimmt. Ach Ina. Guck doch mal."
Ina: "Otter kann ich auch zu Hause sehen. Hier ist n Film ueber den Regenwald im Fernsehen."
Oder auch.
Ich: "Ach, Ina. Guck mal. Der Orang-Utan. Sieht er nicht irgendwie total menschlich aus? Oh Gott. Wie cool. Ach, ich moechte ihn druecken. Guck doch mal. Ina, guck doch mal."
Ina: "Sieht aus wie n Monster mit Fell." Foto gemacht, weitergestratzt.
So rasten und schlenderten wir durch den Zoo, an Wombats und Affen und Elefanten und Giraffen und Nilpferden und ... entlang. Die Sonne bretzelte, so sah ich auch spaeter aus. Warum auch ein Tshirt tragen, wenn man auch nackt so aussieht, als haette man eins an, mit meiner keltischen Haut.
Nach 5 Stunden Zoo, Spinnen- und Schlangenvorfuehrungen, KEIN Besuch im Streichelzoo und doch schon etwas kaputt machten wir uns schliesslich auf den Heimweg.
Denn 3 Tage spaeter machten wir uns auf den Weg zu den noerdlichen Straenden. 1 1/2 Stunden Busfahrt spaeter und 16$ weniger (Ina bezahlte nur 5$80, aber ich dachte, ich wuerde ein Schnaeppchen machen mit meinem Ticket) kamen wir am Palm Beach an.
Keine zehn meter weiter entdeckten wir eines der Restaurants, das Inas alter Chefin gehoert, die zufaellig auch noch da war.
Ina begruesste sie, Kristy, die uns gleich an einen Tisch platzierte, und nach Durst und Hunger fragte.
Und dann fing es an.
Fruchtsaft, Brotchen, Entree, Hauptspeise, Cola, Nachtisch. Essen vom feinsten, Fisch, Kavier, Risotto, Fisch, Lachs, Krabben, Fettucini, Schokoladenmousse.
Ziemlich gesaettigt und 2 1/2 Stunden spaeter, dazu 40$ aermer fuer ein auf 100$ geschaetztes Menue, krochen wir dann an den kilometerlangen Strand. Bisschen sonnen, bisschen lesen, bisschen chillen. Kleiner 4km Strandspaziergang, eine Bucht entdeckt, die aussah wie der Salzgittersee, machten wir uns beim Sonnenuntergang wieder auf den Heimweg. Nicht aber ohne nochmal an einem andern Strand vorbeigeguckt zu haben. Fotosession und ab geht die Maus, nach Hause.
Dort waren wir sogar 10 Minuten frueher, weil der Busfahrer wohl dachte, er faehrt ein Raketenauto. Und das nicht mit vorgeschriebenen 35 kmh durch die Kurvenkuestenstrecke.

Z.o.o. praesentiert

Frocked Up Mardi Gras

Samstag, 1. März 2008



Am Donnerstag war es so weit. Nachdem ich wochen- und monatelang von meinem letzten Arbeitstag getraeumt hatte, brachte ich Donnerstag nun zum letzten Mal den Muell raus, bevor ich mich Freitag feucht-froehlich von meinem Dishie-Leben verabschiedete, zusammen mit Ina.
Nachdem wir vorher noch kurz bei Ina vorbeihuschten, kamen wir irgendwann gegen 9 in der Stoned Crow an, es gab mal wieder einen tollen Mottotag, "Frocked up friday", Maedels in Kleidchen, Maenners in Anzug. Davon hab ich allerdings keinen gesehen.
Um Essen und Alkohol brauchten wir uns nicht zu kuemmern, denn weil es mein letzter Abend war, bekam ich alles umsonst und auch Ina.
Nach einigen Stunden naeherte sich dann der bittere Abschied - ok, dank Cocktails nicht so bitter wie ich es erwartet hatte - & zu meiner Ueberraschung bekam ich sogar noch ein Flaeschchen Wein und, worueber ich mich mehr freute, eine Karte von allen.
Ja, das war es also nun mit Teller waschen.
Und ich muss sagen, es war eine gute Zeit. Weil ich Teller jetzt im Schlaf waschen kann und schon diese professionelle kreisende Handbewegung draufhab, koennt ich genauso gut LKW-Fahrer werden oder mich mit Kraeuter-einwickeln durchs Leben schlagen.
Ich hab doch schon so einiges gelernt und ich kann mit stolz behaupten, dass ich jetzt sicher besser kochen kann als Babs (ha, das muss mal wer schaffen :D), dass ich viele nette Leute kennengelernt hab und wohl die beste Dishie-Zeit der Welt hatte. Aber alles hat ein Ende, auch die wohl grnadioseste deutsche kitchenhand Australiens muss einmal weiterziehen.

Und zwar taten wir dieses gleich am Samstag - MARDI GRAS! Das groesste Schwulen- und Lesbenfest der Welt (so wurde es uns gesagt), tobte glitzernd und glitternd und bunt durch Sydney, mit einer riesigen Parade, heissen schwulen Schwulen und seltsamen Kostuemchen. Weil Ina und ich auch noch so spontan sind, sind wir lesbisch geworden und haben an der Parade teilgenommen.
Scherz.
Aber als wir auf dem Weg in die Stadt waren, kam uns die glorreiche Idee, uns doch mal ein bisschen Blande-F.-maessig zu verkleiden und uns Getuemmel zu schmeissen. Kurze Zeit spaeter stand mir Ina die Standattaenzerin mit Fluegeln auf dem Ruecken, Bluemchen im Haar und 8kgGlitzer entegegen. Und ich ihr, mit Fluegelchen, fluffigen Ding auf dem Kopf, Federboa und dezentem blau-pinken Make-Up.
Und wir fielen nicht mal auf.


Und ein Witz am Ende. Leider ist mein KameraAkku gerade alle gegangen und ich kann die restlichen Bildchens nicht mehr hochladen.
Morgen fahren wir in den Zoo.
 
   





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