Ein Sssstein, der Hachtmut und ein Fluchplatz in Australien
Nachdem ich fast zwei kurze Tage in Cairns verbracht hatte, fuhr ich das erste mal mit dem Premier Motor Service, bei denen ich meinen Buspass gekauft hatte, und zwar nach Townsville, ungefaehr 6 Stunden Fahrt in den Sueden.
In Townsville angekommen goennte ich mir ein Taxi, weil ich die 4km zu meinem Hostel nicht laufen wollte, mit gefuehlten 50kg Gepaeck.
Als ich ins Hostel eingecheckt hatte, erkundigte ich mich fuer einen Bus nach Bluewater, wo unbekannter Onkel Rudy wohnt.
Ha, kein Mensch in der Stadt (weil Sonntag), kein Bus und sowieso eine Verbindung ins 35k entfernte Staedtchen gabs eh nicht.
Also rief ich doch erstmal bei der Verwandtschaft an um ueberhaupt zu sagen, dass ich denn da waer.
Beim dritten Versuch ging Margret, Rudys Frau, ans Telefon, die weder verstand wer ich war, noch einen "Holly" kannte, sich aber trotzdem freute :). Sie sagte mir, dass Rudy grade nicht da waere, er aber spaeter zurueckrufen koennte.
Eine gute halbe Stunde meldete sich Onkel Boell mit dem Satz: "Wie sollen wir denn connected sein?". Ab diesem Zeitpunkt war mir sofort klar, ein echter Braunschweiger.
Nachdem ich ihm also gesagt hatte, wer denn sein Neffe war ("Ach Rolli! Ach Hachtmut.") und wer ich, bot er mir sofort an, mich aus der Stadt abzuholen und bis zu meiner Abreise bei ihnen zu bleiben (die leider schon am Dienstag war.).
Fix noch Bluemchen und Pralinchen gekauft, wieder ausgecheckt und schon wartete ich vor dem Hostel in dem ich nicht eine Nacht verbrachte auf den unbekannten Onkel.
Eine halbe Stunde spaeter (ich war etwas frueher draussen, weil ich Angst hatte, ihn zu verpassen), fuhr ein weisses Auto mit einem kleinen aelteren Mann an mir vorbei, drehte und hielt an. Er stieg aus und mir war sofort klar, ein echter Behrens.
Nach einem Behrens'schen an den Nacken hauen fuhren wir ca. 40 Minuten und kamen bald an ihrem Haeuschen an, in dem Margret schon auf mich wartete und mich gleich strahlend umarmte.
Ich hatte ein grosses Zimmer mit ebenso grossem Bett fuer mich, das fruehere Schlafzimmer von Adrian, dem eigentlich das Haus gehoerte und der aeltere von den beiden RudyBehrensSoehnen ist.
Kaum hatte ich meine Sachen abgestellt oder auch hingeschmissen, rief Margret sofort die beiden andern Behrensbrueder an um ihnen ueberraschend mitzuteilen, dass "Rollis little girl from Germany" da war, mit denen ich auch gleich telefonieren musste. :)
Nach einigen Stories von im Dreck-wuehlenden-Rolli-in-klein, Onkel Jochens Kriegsgefangenschaft und seinem Gesinge "God shave the queen", der anderen Gaestin (ebenfalls eine deutsche) erklaeren, wie denn der Behrens'sche Stammbaum aussieht und allgemeinem Behrens-geschichten-aufholen, fuer Rudy gleichermassen wie fuer mich (was uebrigens den restlichen Aufenthalt nicht aufhoerte, weil immer irgendwelche Stories irgendwo herkamen), hatte ich mein erstes richtiges Essen seit Jesu Geburt.
Ein paar Missionar- und Papua Newgenuea-erzaehlungen weiter, wo die beiden sich kennengelernt, geheiratet und ihre beiden Soehne geboren und aufgezogen hatten, fiel ich auch schon bald ins Bett.
Ab und an mal ein paar Geraeusche von Kaengurus und Brumbies, wilden Pferdchen, die im Busch gleich hinter dem Haus lebten und des oefteren Mal ums Haus schlichen und ich schlief wie ein Stein.
Und das leider bis fast 12 Uhr, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, um 9 Uhr aufzustehen. Mein schlaffes Koerperchen hatte es sich allerdings anders gedacht.
Nach einer Dusche und ein wenig Rumgekrame wurde ich weiter so verwoehnt, wie es tags zuvor aufgehoert hatte. Tausnde Fruechte, ich sollte mir doch nehmen was ich wollte und sowieso war es wie ein Stueck zu Hause.
Spaeter machten Margret und ich einen Spaziergang durch Bluewater, da Rudy unterwegs war (musste), und es folgten, wie immer, ein paar Geschichtchen als Rudy zurueck war. Alle moeglichen Fotos wurden ausgepackt, Fizzy Lizzy in die Stereo-anlage ("Oh, die sind aber gut. Die wuerden sie bestimmt gut verkaufen.") und einige Minuten spaeter kam Steve mit seiner Frau vorbei, die eigentlich gar keine Zeit hatten, mich aber wenigst mal kurz sehen wollten.
Hinreissendes Essen spaeter und wieder nahm mich das beste Doppelbett in Australien in seine kuschligen Aermchen.
Eine kuerzere Nacht spaeter war der Tag meiner Abreise meines viel zu kurzen Aufenthalts.
Nach Fruehstueck, Koffer und Margrets vorbereitetes Lunchpaket fuer die Fahrt fuer mich (mit KUCHEN!!!) packen fuhren wir in die Stadt, wo mich die beiden und Freundin Elvira ein wenig herumfuehrten.
Um 20 nach 1 wieder einmal einer dieser Momente, die einfach nicht gut fuer mein kleines Herz sind - Abschied.
Obwohl ich die beiden und auch Elvira nur kurz besucht hatte und vorher noch nie sah, fuehlte ich mich gleich, als wuerde ich sie wie den Rest zu jedem Weihnachten, Ostern und Geburtstag besuchen - wie Familie.
Rudy redete wie Oma, hatte den Humor von meinem Papa und war ein richtiger Behrens. Wie ich halt :).
Und noch bevor wir uns verabschiedet hatten, war fuer mich klar, dass ich sie unbedingt wieder besuchen musste, das naechste Mal fuer laenger.
Nun bin ich auch schon in Airlie Beach, ein wenig kaputt oder auch sehr, morgen beginnt mein Segeltrip um die Whitsunday Islands.
Ohje, ich muss schlafen.
In Townsville angekommen goennte ich mir ein Taxi, weil ich die 4km zu meinem Hostel nicht laufen wollte, mit gefuehlten 50kg Gepaeck.
Als ich ins Hostel eingecheckt hatte, erkundigte ich mich fuer einen Bus nach Bluewater, wo unbekannter Onkel Rudy wohnt.
Ha, kein Mensch in der Stadt (weil Sonntag), kein Bus und sowieso eine Verbindung ins 35k entfernte Staedtchen gabs eh nicht.
Also rief ich doch erstmal bei der Verwandtschaft an um ueberhaupt zu sagen, dass ich denn da waer.
Beim dritten Versuch ging Margret, Rudys Frau, ans Telefon, die weder verstand wer ich war, noch einen "Holly" kannte, sich aber trotzdem freute :). Sie sagte mir, dass Rudy grade nicht da waere, er aber spaeter zurueckrufen koennte.
Eine gute halbe Stunde meldete sich Onkel Boell mit dem Satz: "Wie sollen wir denn connected sein?". Ab diesem Zeitpunkt war mir sofort klar, ein echter Braunschweiger.
Nachdem ich ihm also gesagt hatte, wer denn sein Neffe war ("Ach Rolli! Ach Hachtmut.") und wer ich, bot er mir sofort an, mich aus der Stadt abzuholen und bis zu meiner Abreise bei ihnen zu bleiben (die leider schon am Dienstag war.).
Fix noch Bluemchen und Pralinchen gekauft, wieder ausgecheckt und schon wartete ich vor dem Hostel in dem ich nicht eine Nacht verbrachte auf den unbekannten Onkel.
Eine halbe Stunde spaeter (ich war etwas frueher draussen, weil ich Angst hatte, ihn zu verpassen), fuhr ein weisses Auto mit einem kleinen aelteren Mann an mir vorbei, drehte und hielt an. Er stieg aus und mir war sofort klar, ein echter Behrens.
Nach einem Behrens'schen an den Nacken hauen fuhren wir ca. 40 Minuten und kamen bald an ihrem Haeuschen an, in dem Margret schon auf mich wartete und mich gleich strahlend umarmte.
Ich hatte ein grosses Zimmer mit ebenso grossem Bett fuer mich, das fruehere Schlafzimmer von Adrian, dem eigentlich das Haus gehoerte und der aeltere von den beiden RudyBehrensSoehnen ist.
Kaum hatte ich meine Sachen abgestellt oder auch hingeschmissen, rief Margret sofort die beiden andern Behrensbrueder an um ihnen ueberraschend mitzuteilen, dass "Rollis little girl from Germany" da war, mit denen ich auch gleich telefonieren musste. :)
Nach einigen Stories von im Dreck-wuehlenden-Rolli-in-klein, Onkel Jochens Kriegsgefangenschaft und seinem Gesinge "God shave the queen", der anderen Gaestin (ebenfalls eine deutsche) erklaeren, wie denn der Behrens'sche Stammbaum aussieht und allgemeinem Behrens-geschichten-aufholen, fuer Rudy gleichermassen wie fuer mich (was uebrigens den restlichen Aufenthalt nicht aufhoerte, weil immer irgendwelche Stories irgendwo herkamen), hatte ich mein erstes richtiges Essen seit Jesu Geburt.
Ein paar Missionar- und Papua Newgenuea-erzaehlungen weiter, wo die beiden sich kennengelernt, geheiratet und ihre beiden Soehne geboren und aufgezogen hatten, fiel ich auch schon bald ins Bett.
Ab und an mal ein paar Geraeusche von Kaengurus und Brumbies, wilden Pferdchen, die im Busch gleich hinter dem Haus lebten und des oefteren Mal ums Haus schlichen und ich schlief wie ein Stein.
Und das leider bis fast 12 Uhr, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, um 9 Uhr aufzustehen. Mein schlaffes Koerperchen hatte es sich allerdings anders gedacht.
Nach einer Dusche und ein wenig Rumgekrame wurde ich weiter so verwoehnt, wie es tags zuvor aufgehoert hatte. Tausnde Fruechte, ich sollte mir doch nehmen was ich wollte und sowieso war es wie ein Stueck zu Hause.
Spaeter machten Margret und ich einen Spaziergang durch Bluewater, da Rudy unterwegs war (musste), und es folgten, wie immer, ein paar Geschichtchen als Rudy zurueck war. Alle moeglichen Fotos wurden ausgepackt, Fizzy Lizzy in die Stereo-anlage ("Oh, die sind aber gut. Die wuerden sie bestimmt gut verkaufen.") und einige Minuten spaeter kam Steve mit seiner Frau vorbei, die eigentlich gar keine Zeit hatten, mich aber wenigst mal kurz sehen wollten.
Hinreissendes Essen spaeter und wieder nahm mich das beste Doppelbett in Australien in seine kuschligen Aermchen.
Eine kuerzere Nacht spaeter war der Tag meiner Abreise meines viel zu kurzen Aufenthalts.
Nach Fruehstueck, Koffer und Margrets vorbereitetes Lunchpaket fuer die Fahrt fuer mich (mit KUCHEN!!!) packen fuhren wir in die Stadt, wo mich die beiden und Freundin Elvira ein wenig herumfuehrten.
Um 20 nach 1 wieder einmal einer dieser Momente, die einfach nicht gut fuer mein kleines Herz sind - Abschied.
Obwohl ich die beiden und auch Elvira nur kurz besucht hatte und vorher noch nie sah, fuehlte ich mich gleich, als wuerde ich sie wie den Rest zu jedem Weihnachten, Ostern und Geburtstag besuchen - wie Familie.
Rudy redete wie Oma, hatte den Humor von meinem Papa und war ein richtiger Behrens. Wie ich halt :).
Und noch bevor wir uns verabschiedet hatten, war fuer mich klar, dass ich sie unbedingt wieder besuchen musste, das naechste Mal fuer laenger.
Nun bin ich auch schon in Airlie Beach, ein wenig kaputt oder auch sehr, morgen beginnt mein Segeltrip um die Whitsunday Islands.
Ohje, ich muss schlafen.
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