<body><script type="text/javascript"> function setAttributeOnload(object, attribute, val) { if(window.addEventListener) { window.addEventListener('load', function(){ object[attribute] = val; }, false); } else { window.attachEvent('onload', function(){ object[attribute] = val; }); } } </script> <div id="navbar-iframe-container"></div> <script type="text/javascript" src="https://apis.google.com/js/platform.js"></script> <script type="text/javascript"> gapi.load("gapi.iframes:gapi.iframes.style.bubble", function() { if (gapi.iframes && gapi.iframes.getContext) { gapi.iframes.getContext().openChild({ url: 'https://www.blogger.com/navbar/3220634970196414680?origin\x3dhttp://ankschtralien.blogspot.com', where: document.getElementById("navbar-iframe-container"), id: "navbar-iframe" }); } }); </script>

Do you come from the land down under?

Mein kleines Australien-Töurchen.
 

Das Ende vom Lied - Yes, I come from the land down under.





Genau in diesem Moment dachte ich mir, jetzt ist der perfekte Moment fuer einen abschliessenden Bericht.
Jetzt, um 14 Uhr 1, einen Monat und 2 Tage nach meiner Rueckkehr, jetzt, den Sonntag nach Steffens Geburtstag, den ersten Morgen den auch Larissa wieder in Deutschland aufgewacht ist und in genau diesem Moment, ungeduscht, verkatert und kreativ.

Australien, geliebtes Australien. Mir kommt es fast schon so vor, als waere ich nie wirklich da gewesen.
Mein Zimmer sieht wieder verwuestet wie immer aus, es regnet in Deutschland, bin arbeitslos, habe keine Zusage von irgendeiner Uni und mein Horoskop ist scheisse: Ja, die Schonzeit und wunderbaren Wochen des Bonusstatus sind vorbei.

Die aufregendsten Momente nach den vielen Monaten, die wie in einem kleinen Fotoalbum mit Stickern in mein Gehirnchen eingerahmt sind:

Flughafen Sydney - nach einem bitteren Abschied nicht nur vom Wake Up sondern von meiner zweiten Heimat Sydney und dem bewussten Gedanken bei der Fahrt von eben genanntem geliebten Hostel zu eben genannten Flughafen, ich wuerde so schnell nicht wiederkommen wartete ich minutenlang vor dem Check-In-Schalter, trennte mich von ueberfluessigen drei Kilo Gepaeck und befand mich in der naechsten Sekunde schon vor dem Gate Richtung Heimat.
Die letzten Tage waren auch irgendwie rumgegangen, allerdings immer mit dem Gedanken im Kopf: ohje, letztes Mal!
Letztes Mal Coles, letztes Mal Pitt Street langgehen, letztes Mal Sidebar essen, letztes Mal Harbour Bridge sehen, letztes Mal Oper, letztes Mal netter Plausch mit Australier, letztes Mal ein Zimmer mit ein paar Fremden teilen, letztes Mal Global Gossip...
Nur zwei Tage vor den Flughafen Emirates-Stewardessen uebergab mir eine andere Emirates-Kuttendame meine frisch umgedruckten Tickets und einen Stein dazu, den ich daraufhin ass, mir aber vom Herz abfiel, dafuer allerdings in meinem Magen landete.
Jetzt war es wirklich soweit: Die Tickets in der Hand und damit die Gewissheit, Australien, es ist vorbei.
Zwar hatte ich mich schon tage- und wochenlang auf diesen Moment vorbereitet, gefreut und draufhingezittert, in dieser Sekunde jedoch zerplatzte die Seifenblase um mich herum, meine rosa Brille zerbrach und ich wachte auf. Es ging wirklich nach Hause fuer mich. Wirklich.

Mit etwas Verspaetung sass ich dann im Flugzeug, nicht nur mein Handy hatte ich nach meinem letzten australischem Gespraech mit Ina verloren, sondern auch ein Stueck Herz. Ich konnte es fast noch sehen, wie es von einem kleinen Gepaeckwagen auf ein unsichtbares Kaenguru umsattelte und davonheupfte, zusammen mit all dem, was ich in den letzten Monaten erlebt hatte.
Sydney, eigenes Auto, unvergessliche Zeit mit Ina, Lachen, Weinen, schreckliche Momente, Gluecksgefuehle, neue, tolle Menschen und Freunde, unzaehlbar viele Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen, imposante, atem- und sprachraubende Eindruecke, mein Traum Australien und eine kleine Traene.

Ein letzter Blick auf das schoenste Land im Jahr 2007/2008 und erst jetzt wurde mir langsam bewusst, wo ich die letzte Zeit verbracht hatte und das dies wohl traumhafte und unvergessliche Zeit war, die ich teilweise doch zu unbewusst erlebt hatte.
Und auch erst in diesem Moment wurde mir klar, Australien, es war ein Traum fuer mich, der so frueh und unwirklich fuer mich in Erfuellung gegangen war.

Waehrend des Flugs wusste ich oftmals nicht, wie ich das Verhalten meines Magens und Gehirns sowie die darauffolgenden Schweissausbrueche deuten sollte: Aufgeregtheit auf zu Hause und meine Menschen, Saettegefuehl vom kiloweisen Essen, Hunger oder Angst abzustuerzen. Ich entschloss mich fuer letzteres, schlief nicht wirklich waehreden dem eher turbulenten Flug und betete, bitte heil in Hamburg anzukommen, da ein Absturz nach 8 Stunden und mehr Flugzeit noch ungluecklicher waere, als einer nach nur einer halben Stunde.

Endlich in Hamburg angekommen, nach nun 32 Stunden Reise betrat ich mit meiner Flugzeugfreundin Jenny aus Hamburg das erste mal in diesem Jahr deutschen Boden.
Meine Wunschbegruessung des Zollbeamten (Zollbeamte schlaegt Pass auf: "Oh, Frau Behrens, herzlich Willkommen zu Hause." Zollbeamte zwinkert, hinter dem Schalter kommt leises applaudieren fuer mich auf, ein junger, aeusserst attraktiver, sportlicher, reicher und charakterlich einwandfreier Mann dreht sich um, traegt meinen Koffer und gesteht mir sofort seine Liebe) fiel eher dezent aus (Zollbeamter schlaegt Pass auf, ich: "Halloooo :) :) :) [wartend auf Willkommensgruss, klatschen und schoenen Mann]), Zollbeamter schlaegt Pass zu) und wenige Minuten spaeter setzte ich mir das letzte Mal meinen Backpack auf den Ruecken.
Eine kurze Verabschiedung von Jenny die ihren Eltern in die Arme fiel und einige Minuten spaeter fiel auch ich meinen Eltern in Hannover in die Arme.

Auf dem Weg dahin war ich immer wieder fasziniert von allem. Nicht nur, dass ich mich wie ein kambodschianische oder deutsch-demokratischer Fluechtling namens MukkuMukku fuehlte, der das erste Mal Zivilisation sah.
Auch musste ich mich selber oft stark an der Schulter ruetteln, als mir unglaeubig der Gedanke kam, "wow, sogar Schlecker haben die hier, und Briefmarken Hennes.", ich wollte jedesmal laut aufschreien wenn mir ein deutschsprechender Passant entgegenkam: "Oh man, hey, Du bist auch aus Deutschland?" und ich grinste in mich hinein, ueber die bekannte und sooft mit australischen Freunden diskutierte deutsche kalte Mentalitaet, die mir haemisch ins Gesicht lachte und sich irgendwie detailgenau bewahrheitete - ich war wieder zu Hause.

Tonnen von wonnegefuehl zu Hause zu sein und einige sehr kurze Sekunden der Befremdheit spaeter, die ich uebrigens mit all meinen Liebsten zumindest kurz geniessen durfte, hatte sich zumindest das dekorierte Haus, Mutter mit Willkommensschildchen und die Schokoladentorte an mein Kopfdrehbuch gehalten.

Nach amerikanischer Filmmanier, der nicht amerikanischer sein kann, liefen auch Kurt und ich uns schreiend und kreischend und heulend in Zeitlupe auf der Strasse entgegen, auch Babs lag mir wenige Minuten spaeter mit Traenchen in den Augen und eine kurze Nacht spaeter war ich auch mit dem Rest des Haufens wiedervereint, was in erster Linie hiess: Ah, Ueberforderung! Mehr als ein Mensch mit dem man zur gleichen Zeit redet.

Einige Tage spaeter hatte mein Bett den Glamour verloren, meine Mutter weckte mich tatsaechlich vor zwoelf Uhr auf und auch das gewuenschte Schokomuesli ging zu Ende.
Momente, die nahtlos an die Zeit vor Australien uebergingen und mir die Zeit down under noch unrealer praesentierten als vorher.
Alles rueckte weiter und weiter in die Ferne, zu Hause kehrte der Alltag ein und nichts hatte sich veraendert, ausser Muskelmaus Muskelarme.
Ich und mein Auto fuhren wieder rechts, die Fragen nach Australien wurden weniger und ein Monat und 2 Tage Deutschland kommen mir vor, als waere ich nie weg gewesen.

Ich mag noch die selbe sein, nur manchmal merk ich ein bisschen in mir selbst, wie mich Australien doch ein Stueckchen veraendert hat.
Zum Beispiel, wenn man nachts um halb12 allein auf der A7 eine Autopanne hat, liegenbleibt und mutterseelenallein rumsteht.

Reaktion frueher: Auto geht mitten waehrend der Fahrt aus? Ah, schnell auf den Standstreifen, Todesgedanken! Panik! Wieso funktioniert das Auto nicht? Ah, ah, ah!! Ich telefoniere verzweifelt in der Gegend rum, laufe verwirrt und weinend ueber die Autobahn und verfalle in einen psychischen Ausnahmezustand. Falle meiner Mutter spaeter aufgeloest in die Arme.

Reaktion heute: Auto geht mitten waehrend der Fahrt aus, immerhin laeuft noch das Radio. Mal langsam auf den Standstreifen rollen. Irgendwie lustige Situation, die mich an unser Machine-Drive mit Ina erinnert. Schwelge in Erinnerung. Auto funktioniert nicht mehr, ok, no worries mate. Rufe Vater an, setz mich barfuss hinter die Leitplanke, spiele Affenspiel auf Handy. Denke mir, wie cool ich eigentlich bin und wie spannend mein Leben ist. Mutter faellt mir spaeter aufgeloest in die Arme.


Die Frage, ob Australien das richtige fuer mich war, stellt sich nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich ohne Australien jetzt waere, weil mich diese Momente gepraegt haben und ich denke, dass mich diese Zeit wie in einem Schnellkochtopf mit Zeitraffer viel schneller erwachsener und reifer hat werden lassen, zumindest ein Stueckchen.
Ich hab Erfahrungen gesammelt, die mir sicherlich noch oft zu Gute kommen werden, nicht nur nachts auf der Autobahn.
Erfahrungen, die andere nicht sammeln durften oder sie erst spaeter muehsam und viel langsamer sammeln werden.

Allerdings stellt sich mir jetzt oft dir Frage: Was nun? Fuer immer hier? Die Welt ist so gross!

Im gleichen Atemzug kann ich aber auch sagen, mein zu Hause ist unverwechselbar und unersetzbar. Weil hier meine Familie ist, weil hier meine Freunde sind, weil hier mein Herz ist, zumindest der Grossteil, und auch weil hier meine Dusche und mein Klo ist.

Ich hab Deutschland, sowie mein Leben und meinen Alltag zu schaetzen gelernt und bin im Grossen und Ganzen gluecklich.
Natuerlich gibt es noch mehr, viele neue Dinge die noch auf mich warten, spannende Zeiten und auch Sekunden, in denen ich mich zurueckwuensche, Augenblicke, in denen ich Australien vermisse, die Menschen, meine Freunde dort, das Meer, das Land.

Ich habe ein wunderbares Leben, wunderbare Menschen um mich herum und ein Horoskop aus der Prisma, was mir immer sagt, wie der Hase laeuft (Engen Sie ihren Partner nicht zu sehr ein, ihre Beziehung wird sich dankbar festigen und verbessern. Wird gemacht.).

In Neuseeland habe ich ein Sprichwort gelesen.

"The real voyage of discovery consists not in seeking new landscapes but in having new eyes."

Sinngemaess: Das Ziel einer Entdeckungsreise besteht nicht darin, neues Land zu entdecken sondern mit neuen Augen zu sehen.

Ich habe mein Ziel erreicht.




Danke an all die Menschen, die mir das ermoeglicht haben, die in den letzten Monaten Freunde waren, als waere ich nur einen schrittweit weg, mir ihre Hand ueber Kontinente hinaus entgegengestreckt haben, die mir das Gefuehl gaben, auch der Mond ist nicht zu weit weg.
« Home | Next »
| Next »
| Next »
| Next »
| Next »
| Next »
| Next »
| Next »
| Next »
| Next »

At 14. August 2009 um 08:51, Anonymous Steffi said...

"Emirates-Kuttendame" gefällt mir. Ich kriege auch quasi jedesmal einen Lachanfall, wenn ich deren Säcke sehe. Ich finde es ja sehr schön, dass die ein wenig die Traditionen des Landes in die Uniformen einfließen lassen und dabei trotzdem klassisch schlicht nach Airline aussehen wollen. Meiner Meinung nach ist dieses Experiment aber total in die Hose gegangen. Modern ist da nichts, einfach nur hässlich. Die sollten sich wirklich mal einen besseren Designer zulegen.    



» Kommentar veröffentlichen
 
   





© 2006 Do you come from the land down under? | Blogger Templates by Gecko & Fly.
No part of the content or the blog may be reproduced without prior written permission.
Learn how to Make Money Online at GeckoandFly